reflections

Freundschaft...

Was ist eigentlich Freundschaft, warum hält sie manchmal lange und warum kann sie auch nur eine Eintagsfliege sein?

Freundschaft gilt ja gemeinhin als eine freiwillige und persönliche Beziehung zwischen mindestens zwei Personen - egal ob männlich oder weiblich oder gemischt. Sie beruht auf Vertrauen und Sympathie sowie gegenseitiger Unterstützung. Man sollte sich, so gut wie, alles sagen, Kritik einfordern und aushalten können. Freundschaft ist also keine Einbahnstraße.

Wie lange eine Freundschaft hält bestimmt letztendlich ihre Qualität und ihre ungeschriebenen Gesetze. So gibt es Freundschaften, die trotz seltener Kontakte unheimlich intim (platonisch) und intensiv sein können oder aber auch die, die deren Lebenszeit von regelmäßigen und kurzfristigen Kontakten abhängt. Das ist von Person zu Person und von Charakter zu Charakter unterschiedlich.

Geht nun aber doch eine Freundschaft zu Ende, dann selten mit einem großen Streit. Es passiert schleichend. Die Beteiligten leben sich auseinander, verändern sich - in verschiedene Richtungen. Das ist völlig natürlich und auch gesund. Mit viel Glück entwickelt man sich (gemeinsam) in die gleiche Richtung und kann von sich behaupten, eine jahrelange Freundschaft zu pflegen - ohne viel Aufwand.

Ich, für mich, versuche immer zwei bestimmte Fragen zu beantworten:

- Würde ich für die Person im Notfall alles stehen und liegen lassen?

- Würde die Person das auch für mich tun?

Wenn ich beide Fragen mit Ja beantworten kann, dann ist dies für mich ein guter Grund dieses Beziehungsgefüge als Freundschaft zu bezeichnen. Kann ich eine der Fragen nicht mehr mit Ja beantworten, dann überlege ich warum und ob sich dieser Zustand ändern lässt. Ist dem nicht so, hat das Prinzip "Leben" mal wieder zugeschlagen und ich speichere alles unter "schöne Erinnerungen" ab - ob dies nun für 1 Jahr (oder sogar weniger) oder 1 Jahrzehnt (oder auch mehr) gilt.

2 Kommentare 14.8.14 10:39, kommentieren

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Was Frau denkt, wenn sie...

…`Ja´ sagt, aber eigentlich `Nein´ meint.

Aus gegebenem Anlass will ich mal versuchen das zu erklären.

Ich muss zugeben, dass mir das durchaus auch schon passiert ist, daher beruhen meine Erklärungsversuche nur auf meiner Erfahrungen und sollen die Damen nicht in einen Topf werfen.

Eigentlich lege ich sehr viel Wert darauf immer das zu sagen, was man auch meint. Doch manchmal sollten Äußerungen wohl bedacht sein. Und dort entsteht der eigentliche Konflikt.

Nehmen wir mal folgende Situation:

Der Herr sagt: „Ich weiß, dass wir uns heute Abend eigentlich einen gemütlichen Abend machen wollten, aber Max Mustermann hat gefragt, ob ich mit zu Veranstaltung X komme…er hat spontan eine Karte übrig. Ist es okay, wenn wir unseren Abend verschieben?“ Die Dame sagt: „Klar ist das okay. Viel Spaß und schöne Grüße.“

Meint sie das jetzt so, wie sie sagt oder wollte sie eigentlich lieber verneinen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ich versuche sie mit verschiedenen Situationen zu untermalen.

Sie sagt `Ja´ und meint es auch so:

Vielleicht liegt es daran, dass…

-         sie weiß, dass der Herr schon länger nichts mehr mit Max Mustermann unternommen hat

-         und/ oder Er schon im Vorhinein mal Interesse an Veranstaltung X geäußert, aber nicht weiter verfolgt hat

-         sie kennt das Problem, dass sie sich auch schon zwischen zwei Optionen entscheiden musste und sich vermutlich für die Option entschieden hat, die nicht so einfach nachzuholen war

-         sie einfach unheimlich locker mit der Absage umgeht und weiß, dass aufgeschoben nicht gleich aufgehoben ist.

Sie sagt `Ja´ und meint eigentlich…

-         „Schade, dass dir das wichtiger ist.“ Es könnte sein, dass Sie sich ohnehin vernachlässigt fühlt (ob begründet oder unbegründet – das Bedürfnis ist ja bei jedem unterschiedlich ausgeprägt), dass sie tatsächlich wenig Zeit füreinander haben (aus beruflichen Gründen, oder Ähnlichem) und sie sich sehr auf das Treffen gefreut hat und nun enttäuscht ist. Oder aber - im schlimmsten Fall - zieht Er Ihr permanent irgendetwas vor und sagt häufiger ab.

-         „Na toll, er hat also keine Lust auf mich.“ – Ja…diese Frauen gibt es durchaus. Alles, also wirklich alles nehmen sie persönlich. Sämtlichen Dinge, die nicht so laufen, wie sie es sich vorgestellt haben beziehen sie auf ihre Person. Für mich ist das nicht rational, daher kann ich es nicht erklären – ich verstehe es selbst nicht.

-         „Wenn ich jetzt nein sage, dann bin ich wieder die hysterische Zicke.“ – Jap, diese Frau wird aber dann häufig zu denen gehören, die zu allem (widerwillig) Ja und Amen sagen, nur um Ihm zu gefallen – da sehe ich persönlich eine ganz große Gefahr von Abhängigkeit.  Oder aber: sie hat Angst, dass Er sich sonst nur gezwungen fühlen würde den Abend mit Ihr zu verbringen, aber eigentlich lieber auf Veranstaltung X wäre. Dann hat sie das Gefühl ihm den Abend versaut zu haben.

-         Abhängigkeit ist ein gutes Stichwort. Es gibt auch solche, die ihren kompletten Lebensinhalt auf einen Mann fixieren (das geht natürlich auch andersherum), der Mann wird der Nabel ihrer Welt. Auch das kann ich nicht erklären, weil ich es einfach nicht verstehe.

 

Sie sagt `Nein´… und meint es dann in der Regel auch so ;-) Ob das fair ist und wie Er dann damit umgeht ist wieder Auslegungssache.

 

 

Wenn der Herr also merkt, dass sie eigentlich `Nein´ sagen wollen würde, empfehle ich persönlich (um die Dame milde zu stimmen) direkt eine Alternative zu nennen, das macht es greifbarer und sie fühlt sich nicht einfach nur versetzt. Vermutlich macht es auch Sinn zu erwähnen, dass Er sich eigentlich auf den Abend gefreut hat, aber dass man solche Gelegenheiten beim Schopf packen muss. Jaaaaaaaa…natürlich kann SIE sich denken, dass ER sich gefreut hat, ABER es schmeichelt trotzdem es nochmal zu hören, setzt sie nicht auf´s Abstellgleis und erstickt ihre Angst im Keim, dass es an ihrer Person liegt.

 

Ich wette, ich habe die Hälfte vergessen, aber im Groben glaube ich alles irgendwie erwischt zu haben. Wie gesagt, ich möchte die Damenwelt nicht pauschalisieren. Oben genannte Beispiele basieren ausschließlich aus meinen Erfahrungen innerhalb meines Freundeskreises.

 Ich habe selbst mal gedacht, dass es schade ist, dass ihm etwas wichtiger ist. Allerdings hat er mich die letzten drei Verabredungen zuvor auch aus unerfindlichen Gründen versetzt... irgendwann ist auch mal Schicht im Schacht :-P

 

Vielleicht hat sich hier jemand wiedererkannt ;-)?

2 Kommentare 13.8.14 22:00, kommentieren



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